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Sonntag, 19. April 2015

Bütschelegg - Längs über den Längenberg und zurück



Endlich kann wieder gewandert werden!

Das Wetter ist einigermassen gut und der Schnee hat sich bereits deutlich zurückgezogen. 

Zur Saisoneröffnung wählte ich eine Route in der Nähe. Direkt von zu Hause aus sollte es zur Bütschelegg, einem Aussichtspunkt auf dem Längenberg und von dort nach Riggisberg weitergehen. Das Postauto würde mich dann wieder zurück nach Hause bringen. 





Eckdaten: 
Startpunkt: Wabern, 550 müM
Endpunkt: Bahnhof Toffen, 552 müM

Route:
Wabern - Rossweid - Breitägerten - Kehrsatz - 
Kühlewil - Obermuhlern - Niedermuhlern -
Bütschelegg (1055 müM) - Toffen

Wanderzeit:
Wabern -  Kühlewil Altersheim: 55min
NuKühlewil Altersheim - Obermuhlern: 35min
Obermuhlern - Bütschelegg: 55min
Bütschelegg - Toffen Bahnhof: 55min

Total: 3h 20min

Weg:
Durchwegs T1, teils asphaltiert, teils Wald- und Feldweg



Wegbeschreibung:
In Wabern geht es zuerst einige hundert Meter steil bergauf. Achtung, es kommen einem schnelle Downhillbiker entgegen.
Nach dem ersten strengen Aufstieg zweigt der Weg vom Hauptweg auf den Gurten links ab in Richtung Rossweid und Breitägerten. Von der Abzweigung geht es mehr oder weniger der Höhenkurve entlang nach Breitägerten, wo ich die gewonnene Höhe mehr oder weniger wieder hergeben muss um auf der anderen Seite der Hauptstrasse Richtung Zimmerwald die Höhendifferenz erneut zurückzulegen.

Der Aufstieg zum Altersheim Kühlewil ist steil und führt mehrheitlich durch den Wald. Oben angekommen geht es nun ca. 1,5km über Asphalt geradewegs auf den Chüelewilwald zu. Während der Asphalt sich dann beim Waldrand nach links und rechts teilt, führt der Wanderweg - übrigens eine Teilstrecke der Via Jacobi -  quer durch den Wald. Auf der anderen Seite angekommen sehe ich bereits Ober- und Niedermuhlern vor mir. 

Signal beim Aussichtspunkt Bütschelegg
Teils auf Asphalt, teils auf Feld- und Waldwegen führt mich meine Wanderung weiter Richtung Bütschelegg. Ausser ein paar Spaziergängern mit Hunden sind mir noch kaum Leute begegnet. 

Nach dem kurzen "Schlussanstieg" durch das Ratteholz, einen Wald oberhalb von Niedermuhlern, gelange ich nach ca. 2.5h Wanderzeit auf die Bütschelegg. Welch ein Schock: Hier wimmelt es nur so von Ausflüglern. Und beim Blick auf den überfüllten Parkplatz schliesse ich daraus, dass die meisten von ihnen wohl nicht zu Fuss hergekommen sind. 
Trotzallem nehme ich noch die letzten Meter zum Aussichtspunkt unter die Füsse und geniesse während einer sehr kurzen Rast den Blick auf die Stockhorn- und Gantrischkette sowie in Richtung Jura. Allerdings ist die Sicht leider ziemlich dunstig. 







Nun muss ich mich noch entscheiden, wo der Schlusspunkt meiner Wanderung sein sollte. Riggisberg? Oder doch Rüeggisberg? Letzten Endes weder noch. Beim Blick auf den Fahrplan will ich es nicht riskieren, das Postauto knapp zu verpassen und dann eine Stunde lang warten zu müssen. Toffen ist da deutlich besser erschlossen und so mache ich mich an den Abstieg. Mehrheitlich durch den Wald führt der Weg stetig abwärts, jedoch bietet sich auch immer wieder die Chance auf eine gute Aussicht Richtung Mittelland.






Unterwegs begegne ich noch einem beeindruckenden Bären und treffe schliesslich nach einer totalen Wanderzeit von 3h 20min am Bahnhof Toffen ein. .


Fazit:
Alles in allem ein netter Saisonstart und Sonntagausflug, welcher mit die Möglichkeit bot, erst gegen Mittag loszulaufen und trotzdem Mitte Nachtmittag wieder zu Hause zu sein.
Einzig die prozentual relativ hohen Anteile der Asphaltwege trüben den Spass am Wandern ein wenig.


















Samstag, 10. Mai 2014

Kurzausflug Gurten

Heute reichte es nur für eine kleine Runde auf den Gurten. Doch auch wenn es nur 90 Minuten waren, tat dieser kurze Ausflug in die Natur gut.

Eckdaten:
Startpunkt: Wabern, 550 müM
Endpunkt: Wabern, 550 müM


Route:
Wabern - Gurtendorf - Ostsignal -
Gurten Kulm (858 müM) -
Mittelstation Grünenboden - Wabern


Wanderzeit:
1h 30min


Weg:
Durchwegs T1, teilweise asphaltiert.


Wegbeschreibung:
Der Weg zum Gurtendorf beginnt gleich rechts von der Talstation der Gurtenbahn. Während den ersten 500m steigt die noch asphaltierte Strasse steil an. Immer wieder kommen einem Downhill-Biker entgegen.
Danach wird die Strasse flacher, passiert nach genau 30 min das Gurtendorf und steigt stetig an bis man nach knapp einer Stunde das Ostsignal erreicht. Unterwegs hat man immer wieder eine herrliche Aussicht auf die Stadt und Region Bern. Das Panorama reicht von den 4000ern im Berner Oberland bis über den Napf bis hin zur Jurakette.

Nun geht es noch 5min entlang der grossen Gurtenwiese bis zum Park im Grünen, wo man sich auf verschiedene Art und Weise stärken kann.
Ebenso hat man hier die Möglichkeit, den hölzernen Aussichtsturm zu erklimmen, was ich aber heute sein liess. Ich genoss lediglich vom Gurten Kulm aus die Aussicht auf die Stadt Bern.

Als Rückweg habe ich die Route entlang der Gurtenbahn gewählt. Die geht relativ steil über den Schotterweg durch den Wald hinunter. Der Rückweg zur Talstation erfolgt die letzen 200m über eine flache Treppe.
Die Talstation ist nach 30min erreicht.

Donnerstag, 17. April 2014

Guggershörnli

Ausflugsziel: Schwendelberg (links) und Guggershörnli (rechts)
Das Wetter ist immer noch schön und der Wind hat sich langsam auch zur Ruhe gelegt. Also werde ich heute noch einmal eine Nachmittagstour in der Nähe unter die Füsse nehmen.
Mit dem Zug fahre ich nach Schwarzenburg und von dort aus wird es nun zu Fuss losgehen in Richtung Schwendelberg und Guggershörnli, welches wohl so ziemlich jedem Berner Schulkind einmal als Schulreiseziel gedient hat








66 Stufen zur Aussichtsplattform
Eckdaten:
Startpunkt: Schwarzenburg Bahnhof, 792 müM
Endpunkt: Schwarzenburg Bahnhof, 792 müM


Route:
Schwarzenburg - Kriesbaumen - Neuenmatt - 
Schwendelberg (1296 müM) - Guggershorn (1283 müM) - 
Walehus - Schwarzenburg 


Wanderzeit:
3h 20min


Wetter:
frühlingshaft und schön


Weg:
Durchwegs T1, teils auch asphaltiert



Wegbeschreibung:
Der signalisierte Wanderweg zum Guggershorn beginnt direkt am Bahnhof Schwarzenburg. Auf der Karte sehe ich, dass ich zwei Möglichkeiten habe, um aufs Guggerhörnli zu kommen. Ich beschliesse, auf dem Hinweg die weitere Route via Kriesbaumen zu wählen und dann auf dem Rückweg den direkten Weg zu nehmen. 
Zunächst geht es durchs Dorf, welches ich beim Schloss verlasse. Der Feldweg ist ca. 1km lang und führt zum und am Waldrand entlang. Danach geht es einige hundert Meter der wenig befahrenen Strasse entlang bis zu einem gut sichtbaren Wegweiser. Hier verlasse ich die Hauptroute und zweige nach links ab und überquere die Strasse. Ca. 25min sind vergangen seit  ich losgegangen bin. 

Bald steigt der Weg ziemlich steil an, führt an einigen Bauernhöfen vorbei, wird flacher, um später wieder steiler anzusteigen. So schlängelt sich der Weg durch Wald, Felder und Wiesen.
Nach einer Stunde bin ich in Kriesbaumen, wo ich wiederum die Strasse überquere. Nun geht es steil das Grasfeld hinauf zum Waldrand. Der Weg bleibt steil. In nur ca. 500m habe ich hundert Höhenmeter gewonnen. Am Ende des Waldrandes wird der Weg für kurze Zeit flacher und ich erreiche Neuenmatt nach ca. 1h 20min.


Aussicht vom Schwendelberg
Nun beginnt bald der Schlussanstieg auf den Schwendelberg. Noch immer sind 180 Höhenmeter zu überwinden. Der Weg steigt zu erste steil durch den Wald hinauf (zum Glück war es trocken...). Nach einer Waldlichtung steigt der Weg schliesslich teils sogar über Treppenstufen an. 
Schliesslich stehe ich oben auf dem Schwendelberg und werde mit einer schönen Aussicht auf die Voralpen belohnt.
Ich verweile allerdings nicht auf dem Schwendelberg, sondern wandere sofort weiter in Richtung Guggershorn. Über eine Wiese sinkt der Weg um ca. 80m ab, die ich auf der anderen Seite wieder erklimmen muss. 



Guggershorn
Nach ca. 20min habe ich das Guggershörnli erreicht. Ich steige die 66 Treppenstufen hoch zur Aussichtsplatform. Exakt 2 Stunden nach dem ich in Schwarzenburg losgegangen bin, stehe ich auf der Aussichtsplattform.Die Sicht ist zwar etwas dunstig, dennoch sehe ich das ganze Panorama vom Chasseral bis zu den Voralpen. 
Nach einigen Minuten mache ich mich auf den Rückweg. Zunächst wandere ich zurück zum Sattel zwischen dem Guggershorn und dem Schwendelberg. Hier zweige ich nach links Richtung Schwarzenburg ab. 
Der Weg geht durch Wald, Wiesen und Felder und sinkt stetig, so dass ich gut vorankomme. 
Nach ca. einer Stunde komme ich auf die Strasse. Leider geht von hier aus der Rückweg bis auf ein kurzes Stück nur noch über Asphalt. Das ist am Ende der Tour ermüdend. Wenigstens ist die Strasse nicht stark befahren. 

Bis ich wider am Bahnhof Schwarzenburg eintreffe, bin ich 3h 20 min unterwegs. Leider hat auch heute nur 500m vor Ende der Tour das GPS seinen Dienst eingestellt. Ich werde mich wohl nach einer anderen App oder einer neuen SD-Karte umschauen müssen. 




Mittwoch, 16. April 2014

Auf und rund um den Bantiger

Sendeturm auf dem Bantiger
Eigentlich sollte es heute bei strahlend blauem aber extrem zügigem Wetter wiederum einen gemütlichen Nachmittagsausflug geben. Von Stettlen auf den Bantiger und dann via Krauchthal zurück - das war der Plan. Um kurz vor 13.00 Uhr ging es also in Stettlen los. Das Ziel war von weit her sichtbar!


Eckdaten:
Startpunkt: Stettlen Bergacker, 640 müM
Endpunkt: Stettlen Bergacker, 640 müM


Route:
Stettlen - Ferenberg - Bantiger (947 müM) - 
Laufenbad - Chlosteralp - Krauchthal - 
Geisme - Lindental - Ferenberg - Stettlen


Wanderzeit: 
4h 00min


Wetter:
Sehr schön, aber extrem windig!


Weg:
Durchwegs T1



Wegbeschreibung:

Von Stettlen aus geht es gleich richtig los mit bergauf gehen. Der Weg nach Ferenberg ist ordentlich steil. Von Ferenberg aus geht es über Wald- und Wiesenwege stetig aufwärts in Richtung Sendeturm auf dem Bantiger. Er scheint so nah, doch jedes Mal wenn man denkt, man hat ihn nun erreicht, versteckt er sich immer wieder hinter noch einer weiteren Steigung.
Nach ca. 45min stehe ich aber vor dem Sendeturm. Da ein starker, kalter Wind geht und ich verschwitzt bin, verzichte ich darauf, auf den Trum zu klettern. Die Aussicht über die ganze Stadt Bern und die Alpen lässt sich auch vom ersten Treppenabsatz aus bewundern.


Chlosteralp
Bald geht es schon weiter. Der Weg soll über die Nordost-Seite des Bantigers nach Krauchthal führen. 
Nun kann der Wind so richtig angreifen. Zuweilen unangenehm pfeift er einem ins Gesicht.
Der Abstieg führt bis zur Deponie Laufenbad. Hier zweigt der Weg nach Krauchthal rechts ab. Hier ist der Weg etwas vor dem Wind geschützt und führt bald, recht stark ansteigend, in den Wald hinein. Rund 150 Höhenmeter sind bis zur Chlosteralp zu überwinden.

Die Chlosteralp ist nach  ca. 20min erreicht. 
Hier führt der Weg entweder zurück zum Bantiger oder hinunter nach Krauchthal. Unser Weg soll nach Krauchthal gehen.

Zu Beginn ist der Weg schmal, führt hinunter und ist durch frischen Holzschlag teilweise versperrt. 
Die 150 Höhenmeter abwärts sind rasch vorüber. Wir überqueren die Hauptstrasse und tauchen rasch wieder in den windgeschützten Wald hinein. Der Weg steigt stetig aber angenehm an. Wiederum 150 Höhenmeter müssen zurückgelegt werde bis zur Geisme, wo wir den Weg nach Lindental einschlagen. 
Erneut geht es hinunter ins Tal um auf der anderen Seite der Hauptstrasse die gleiche Höhendifferenz ein letztes Mal zurückzulegen. Der Weg vom Lindental aufwärts ist über einige Hundert Meter extrem steil. Doch nach wenigen Minuten ist die Höhe erreicht und der Weg führt nun mehr oder weniger der Höhenkurve folgend zurück nach Ferenberg. 
Von hier aus dauert der Rückweg nach Stettlen noch eine Viertelstunde.

Das GPS hat leider nach der halben Strecke mit den Aufzeichnungen aufgehört. Geschätzt legten wir in exakt 4 Stunden (die Uhr funktionierte immerhin) geschätzte 18 km und 800 Höhenmeter zurück. 
 


Samstag, 29. März 2014

Saisoneröffnung: Ulmizberg

Heute war es endlich soweit - die Wandersaison konnte eröffnet werden. Doch obwohl die Temperaturen schon länger frühlingshaft war sind, musste ich mich trotzdem höhenmässig noch zurück halten und eine Tour in der Nähe heraussuchen. Ich entschloss mich dazu, einfach loszulaufen, mit dem Ulmizberg als Ziel.


Eckdaten: 
Startpunkt: Wabern, 550 müM
Endpunkt: Köniz Bahnhof, 573 müM

Route:
Wabern - oberer Breitacker- Breitägerten - 
Kehrsatz - Kühlewil - Oberulmiz - 
Ulmizberg (917 müM) - 
Schliernberg - Köniztal - Köniz Bahnhof

Wanderzeit:
2h 54min

Wetter:
Schön und sonnig, wenig dunstig

Weg:
T1, teils asphaltiert



Wegbeschreibung:
Gleich zum Einstieg beginnt die Tour mit dem kurzen aber recht steilen Weg links neben der Gurtenbahn in Richtung Gurtendorf. Nach dem ersten Anstieg zweige ich links ab in Richtung oberer Breitacker und Kehrsatz. Hier wird der Weg flacher. 
Die bereits gewonnenen ca. 100 Höhenmeter verliere ich in Kehrsatz wieder, nur um auf der anderen Talseite gleich den nächsten Anstieg zum Alters- und Pflegeheim Kühlewil in Angriff zu nehmen. Alles in allem sind es keine nennenswerten Höhendifferenzen verglichen mit anderen Touren. Doch zum Saisonbeginn ist es genau das Richtige.
Nach exakt einer Stunde stehe ich in Kühlewil vor dem Alters- und Pflegeheim. Hier präsentiert sich der Sendeturm auf dem Ulmizberg bereits in beeindruckender Grösse vor strahlend blauem Himmel.
Das Ziel vor Augen gehe gerade aus weiter auf bis zum Weiler Kühlewil, dort zweigt der Wanderweg zum Ulmizberg rechts ab. Zunächst flach und leicht ansteigend, dann wieder 50 Höhenmeter verlierend komme ich nach Oberulmiz. Nun kommt der die letzte Steigung von 100 Höhenmetern hoch zum Ulmizberg. Nach 1h40min Wanderzeit stehe ich auf dem Sendeturm am höchsten Punkt des Ulmizberges. 

Bereits von meinem letzten Ausflug auf den Ulmizberg wusste ich, dass dessen Nordostflanke gespickt ist mit vielen kleinen Trampelpfaden, die auf der Karte kaum exakt zu lokalisieren sind. Ich entschied mich für einen mittelgrossen Pfad - solange es abwärts ging, konnte es nicht ganz verkehrt sein. Etwas Vorsicht musste ich walten lassen, denn der Pfad barg einige Gefahren für Misstritte.

Aussicht vom Ulmizberg
An der Verzweigung entschied ich mich dazu, meinen Weg in Richtung Köniz statt Schliern fortzusetzen. Also ging ich weiter zum Weiler Schliernberg und von dort relativ steil die letzten Höhenmeter abwärts in Köniztal. 
Inzwischen schmerzten die Beine bei jedem Schritt. Ich merkte deutlich, dass ich noch nicht in Form war und die Kombination von Schuhen und Socken war ebenfalls suboptimal: An beiden Fersen thront nun eine riesige Blase. Das ärgert mich, denn immerhin schaffte ich es auf der Via Alpina über 150km ohne eine einzige Blase...


Aussicht vom Ulmizberg südostwärts
Die letzten beiden Kilometer zum Bahnhof Köniz schleppe ich mich noch über den Asphalt und steige - entgegen dem eigentlichen Plan rund um und auf den Ulmizberg zu laufen - am Bahnhof Köniz in den Bus, der mich fast bis vor die Haustüre fährt. 

Doch trotz den Blasen hat sich der Ausflug an die frische Luft gelohnt. Auf dem Ulmizberg hatte ich die 360° Rundumsicht vom Chasseral bis zu den Berner Alpen!




Sonntag, 13. Mai 2012

Belpberg und Längenberg

Da ich mir vorgenommen habe, jedes Wochenende eine Übungstour zu machen, kann ich auch an diesem Sonntag nicht kneifen. Zwar ist das Wetter eher kühl und etwas regnerisch, aber für eine Wanderung im Mittelland war das noch längstens in Ordnung. 
Ich entschloss mich bereits vorgängig für einen Alpenpanorama-Wegs und zwar von Münsingen nach Rüeggisberg. Das erschien mir als Trainingsrout ganz geeignet, immerhin lege ich am Belperg und Längenberg insgesamt auch fast 1000 Höhenmeter zurück. 
Also kann es losgehen. Kurz vor 10 Uhr steige ich in Münsingen aus dem Zug und mache mich auf den Weg.

Eckdaten:
Startpunkt: Münsingen SBB, 541 müM
Endpunkt: Wabern, 544 müM

Route:
Münsingen - Belpberg  - Toffen - Zimmerwald - Englisberg - Kehrsatz (Breitägerten) - Wabern

Wanderzeit:
5h 10min

Wetter: 
bewölkt

Weg: 
T1


Wegbeschreibung:
Vom Bahnhof Münsingen gehe ich zunächst einmal eine gute Viertelstunde durch die Wohnquartiere, bis ich zur Aare komme. Dort geht es einige Zeit auf dem Spazierweg dem Aareufer entlang, bis ich beim Schwimmbad die Aare überquere. 
Nun geht der Weg in den Wald hinein und steigt sofort steil - teils sogar über Treppenstufen - an. Trotz den eher kühlen Temperaturen komme ich bald ins Schwitzen. 
Beim Hinteren Chlapf komme ich aus dem Wald hinaus und nun geht es am Waldrand entlang und zum Teil auch über Feldwege (das gibt nasse Füsse!) etwas gemütlicher bis auf den Rücken des Belpberges. 
Ich überlege mir kurz, ob ich den Umweg zum Chutze, dem höchsten Punkt des Belpberges machen soll, doch ich entscheide mich dagegen. Die Sicht ist eh nur sehr mässig und so spare ich mir den Abstecher von insgesamt ca. 30 Minuten. 

Ich wandere weiter und schon bald geht es auf der anderen Seite des Belpberges wieder ebenso steil wie der Aufstieg war, hinunter. Die hölzernen Treppenstufen sind glitschig und ich muss gut aufpassen, dass ich nicht ausrutsche. 
Nach gut 2 Stunden Wanderzeit bin ich in Toffen. Ich setze mich dort auf eine kleine Mauer und esse mein Sandwich. Doch das Wetter lädt nicht zum längern Verweilen ein.

Also wandere ich weiter. Wiederum geht es in den Wald hinein und der Weg steigt auf einer kleinen Fahrstrasse wieder ziemlich steil an. In Obertoffen muss ich mich entscheiden, wohin mein Weg nun führen soll. In Richtung Rüeggisberg, meinem eigentlich anvisierten Ziel, ist der himmel pechschwarz und ich möchte nicht riskieren, auf dem Längenberg in eines der angekündigten, heftigen Gewitter zu geraten. 

Also halte ich nach rechts und beschliesse, den Weg zu Fuss bis nach Hause fortzusetzen. 
Ich wandere gemütlich an der Flanke des Längenbergs entlang mehr oder weniger nordwärts, vorbei an Zimmerwald und Englisberg, bis ich beim Alters- und Pflegeheim Kühlewil auf die Hauptstrasse stosse.
Von dort an geht es abwärts, durch den Wald in Richtung Kehrsatz. Dort lasse ich den Bahnhof rechts liegen und steige noch einmal hoch ins Breitägerten-Quartier. Die Beine sind langsam schwer, immerhin bin ich schon seit mehr als vier Stunden unterwegs.

Es folgt nun noch das letzte Stück, dem Gurten entlang bis nach Wabern. Es erscheint mit endlos, obwohl ich dieses Wegstück gut kenne. 

Nach etwas mehr als 5 Stunden Wanderzeit treffe ich dann zu Hause ein. Das ist auch einmal eine schöne Erfahrung: Nach Hause wandern!

Alles in allem ist diese Tour nichts Überwältigendes, aber sie hat ihren Zweck erfüllt, indem ich rund 25 Kilometer und 1000 Höhenmeter in rund 5 Stunden als Training zurücklegen konnte. 

Mehr zu dieser Route auf Gpsies.com.




Mehr zu dieser Route: http://www.wanderland.ch/de/routen/etappe-0968.html

Samstag, 5. Mai 2012

Ulmizberg und Gurten

Was man sich vornimmt, hält man auch...

Ich habe mir ja vorgenommen, zu Trainingszwecken für die Via Alpina jedes Wochenende eine Wanderung zu unternehmen. Da für Sonntag schlechtes Wetter vorausgesagt wird und ich am Samstag noch zum Brunch eingeladen bin, muss das Training also in meiner unmittelbaren Nähe stattfinden, wenn ich nicht schon am zweiten Wochenende ein Training ausfallen lassen wollte.
So beschloss ich, den Heimweg von der Einladung mit ein paar Umwegen über Ulmizberg und Gurten zu Fuss hinter mich zu bringen.



Eckdaten:
Startpunkt: Schliern bei Köniz, 630 müM
Endpunkt: Wabern, 560 müM

Route:
Schliern - Ulmizberg - Köniztal - Gurten Kulm - Gurtendorf - Wabern

Wanderzeit: 
2h 55min

Wetter:
Teilweise bewölkt

Weg:
T1, zum Teil rutschig weil noch nass


Wegbeschreibung:
Bestens genährt mache ich mich in Schliern auf den Weg. Dorf auswärts gehe ich auf der Strasse vorbei an der Zivilschutzanlage Platten und weiter in Richtung Ulmizberg. Kurz nach dem Zivilischutzzentrum ist der Weg dann nicht mehr asphaltiert, geht in den Wald hinein und steigt merklich an. 

Begleitet von den Geräuschen des Schiessplatzes gehe ich aufwärts und verlasse bei der ersten Wegkreuzung den Fahrweg. Ich biege in einen kleineren Weg ein. Dieser ist noch sehr durchnässt von den Regenfällen der vergangenen Tage. Teils sinke ich bis zum Knöchel im Matsch ein und es ist rutschig.

Ich begegne keiner Menschenseele, bis mir kurz vor dem Erreichen des Kulms ein Mountainbiker entgegen kommt. 

Sicht vom Sendeturm Richtung Köniz
Nach ca. einer Stunde erreiche ich den Ulmizberg Kulm, auf welchem sich der imposante Sendeturm (leider ohne Foto) befindet. Bis zur ersten Plattform kann man hochgehen, und das mache ich auch. Schliesslich hat man von hier oben eine 360° Aussicht, bei gutem Wetter vom Jura bis zu den Alpen. Leider hat es heute einige Wolken, so dass die Fernsicht etwas eingeschränkt ist. 

Inzwischen hat es einige weitere Menschen auf dem Ulmizberg, darunter Biker und Jogger. 

Köniztal (zwischen Ulmizberg und Gurten)
Ich mache mich nun auf den Weg in Richtung Köniztal. Der Weg geht mehrheitlich durch den Wald und ist wiederum sehr einsam. Ich geniesse die Stille um mich herum. 

Der Weg hinunter ins Köniztal dauert ca. 45min. Ich überquere das Tal und nehme gleich auf der gegenüberliegenden Seite wiederum den nächsten Aufstieg in Angriff.
Inzwischen habe ich hämmernde Kopfschmerzen und gönne mir nebst etwas Wasser auch die eine oder andere Schmerztablette. Unbeirrt setze ich danach meinen Weg fort. Anders als bei seinem etwas weniger bekannten Nachbarn, hat es hier jede Menge andere Leute, die sich ebenfalls den Weg auf den Gurten bahnen. 


Sicht vom Gurten auf die Stadt Bern
Auch auf den Gurten Kulm hat es viele Leute. Ich verzichte daher auf einen weiteren Aufenthalt  und mache mich unverzüglich an den letzten Teil der heutigen Wanderung. Ich nehme nicht den kürzesten Weg sondern gehe via Gurtendorf in Richtung Wabern, wo ich nach knapp drei Stunden Wanderzeit zu Hause eintreffe. 





Mehr zu dieser Route auf Gpsies.com.


Sonntag, 29. April 2012

Galterngraben

Erstes Training  à 32km - vielleicht doch etwas übertrieben?


Galterngraben
Heute ging es los mit dem Training für die Via Alpina. Da die Berge natürlich noch schneebedeckt sind, musste ich mich im Flachland tümmeln. Die Route von Fribourg durch den Galterngraben (auch Gottéron-Tal genannt) nach Schwarzenburg schien mir passend. 
Und dann war mir das halt nicht genug und es ging noch weiter... Total über 32km!

Startpunkt: Fribourg CFF, 629müM 

Zielpunkt: Wünnewil Bahnhof, 572 müM 

Weg: durchgängig T1, immer wieder auf und ab



Route: 
Fribourg CFF - 
Galterngraben - 
Tafers - St. Antoni - 
Heitenried -  
Sodbachbrücke - 
Ruine Grasburg - 
Albligen -  Überstorf - 
Wünnewil Bahnhof

Wanderzeit: 
total 5h30min 

Wetter: 
Leicht bewölkt mit sonnigen Abschnitten


Wegbeschreibung:
Was ein erstes lockeres Training sein sollte, endete in einer ausgesprochenen Ausdauerübung. Ins Auge gefasst hatte ich eigentlich die Route von Fribourg nach Schwarzenburg gemäss der Via Jacobi. Der Weg durch den Galterngraben wählte ich auf Grund von persönlichen Empfehlungen - und es lohnte sich absolut. 
Nach einem kurzen Spaziergang durch die Altstadt von Fribourg stieg ich hinunter in den Graben und folgte dort dem Wegweiser zum Galterngraben. 
Kirche von St. Antoni
Nach ca. einer Stunde lag der Galterngraben hinter mir und ich wanderte weiter in Richtung Tafers, welches ich links liegen liess und kam rasch voran bis nach St. Antoni. Im Garten der eindrücklichen Kirche gönnte ich mir eine Mittagsrast. 



Der weitere Weg führte mich über Felder und durch Wälder nach Heitenried und dann steil hinunter zur Sodbachbrücke, welche die Via Jacobi über die Sense führt. Auf der anderen Seite ging es ebenso steil wieder hoch. Nun musste ich mich entscheiden. Sollte ich direkt nach Schwarzenburg gehen und von dort die Heimreise antreten oder sollten mich meine Beine noch weiter tragen? 


Ruine Grasburg nahe Schwarzenburg
Da ich mich noch fit fühlte, wählte ich die zweite Variante. Ich stieg hoch zur Ruine Grasburg, dann wieder hinunter, erneut überquerte ich die Sense und schon kam wieder ein saftiger Anstieg in Richtung Albligen. Dort wären nun meine Beine müde genug gewesen um sich von einem Bus bis zum nächsten Bahnhof tragen zu lassen. Leider gab es in den nächsten Stunden keine Verbindung, so dass mir nichts anders übrig blieb als mich zu Fuss auf die letzen Kilometer bis nach Wünnewil zu begeben. Dort angekommen war ich mir sicher, dass ich während den nächsten Tagen keinen Schritt mehr als unbedingt nötig zurücklegen würde. Aber schön war es trotzdem!


Und schliesslich warten auf der Via Alpina mehrere Routen mit weitaus grösseren Anstrengungen auf mich. 








Mehr zu dieser Tour: http://www.wanderland.ch/de/routen/etappe-01108.html und http://www.gpsies.com/map.do?fileId=bfhlpqlapswextrx