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Freitag, 26. Mai 2017

Durch die Combe Grède auf den Chasseral


Die Wandersaison wird eröffnet. In den Alpen liegt auf den attraktiven Routen noch Schnee. Deshalb starte ich mit einer Tour im Jura in die Saison. Die Wanderung durch die Combe Gréde habe ich schon länger ins Auge gefasst und heute scheint der richtige Tag dafür zu sein.
Mit der Bahn fahre ich via Biel nach Villeret, wo die Wanderung kurz vor 10 Uhr beginnen kann. 




Eckdaten:
Startpunkt: Villeret Bahnhof, 755 müM
Endpunkt: Nods, 870 müM

Route:
Villeret -  Combe Grède - Pré aux Anges - 
Chasseral (1607 müM) - Nods

Wegzeiten:
Villeret - Pré aux Anges: 65min
Pré aux Anges - Chasseral: 45min
Chasseral - Nods: 55min
Total: 2h45min

Weg:
Mehrheitlich T2, gepflegt und problemlos zu gehen, in der Schlucht teilweise mit Drahtseilen gesichert. In der Schlucht hat es 3 Metalltreppen bzw. -Leitern zu überwinden.


Wegbeschreibung:
Die Wanderung beginnt mit dem Weg durch das Dörfchen Villeret. Nach den letzten Häusern beginnt der Wanderweg durch den Wald gemächlich zu steigen. Der Schatten des Waldes ist an diesem heissen Tag sehr angenehm. 

Bald wird sowohl die Schlucht als auch der Weg enger, und er schlängelt sich - nun stärker ansteigend - immer tiefer in die Schlucht hinein. Hier und da sind ein paar Wegpassagen mit Drahseilen gesichert, was aus meiner Sicht allerdings nicht nötig wäre. Der Weg ist in bestem Zustand. Teilweise führt er über treppenartige Absätze immer tiefer in die Schlucht hinein. 

Und dann kommt das effektive "Highlight" der Combe Grède: Die 3 Metallleitern bzw. Metalltreppen, mit denen sofort einige Höhenmeter gewonnen werden. Nach den Leitern steigt der Weg wieder in engen Kehren weiter die Wände der Schlucht hoch. 

Nach 550 Höhenmetern und ca. 65min Wanderzeit ist die Schlucht überwunden, und ich komme bei Pré aux Anges aus dem Wald auf die weitläufigen Jurawiesen. 


Beim Blick zurück sind die Windräder des Windparks Mont Crosin zu sehen. Da auf der Jurahöhe ein forscher Wind bläst, sind sie in Betrieb. 

Die Wanderung über die Jurawiesen bringt mich in ca. 45min zum Hotel Chasseral und weiter in Richtung Signalturm.




Da hier der Wind trotz hochsommerlichen Lufttemperaturen recht kühl bläst, fällt die Mittagspause kurz aus. Dennoch ist die Aussicht in Richtung Alpen lohnenswert.

Der Abstieg nach Nods verläuft zunächst wieder über eine grosse Jurawiese. Später geht der Weg in den Wald hinein und führt in grossen Kehren stetig abwärts.
Nach knapp einer Stunde ist das Dorf Nods erreicht. Von hier aus führt mich der Bus trotz Baustellen pünktlich zum Zug nach La Neuveville. 






Sonntag, 6. April 2014

Mont Sujet

Frühlingserwachen im Jura


Heute hatte ich die Wahl zwischen Skifahren und Wandern. Ich entschied mich fürs Wandern, denn nach einer mässigen Saison war das Reissen nach Skipisten im erwachenden Frühling nicht stark genug. Noch dazu konnte ich bei der Version Wandern am Morgen zwei Stunden länger in den Federn bleiben.
Ich suchte mir für heute eine Tour im Jura heraus. Über den Mont Sujet und durch die Twannbachschlucht sollte es von Les Près d' Orvin an den Bielersee gehen.

Mit dem Zug nach Biel und dem anschliessenden Bus ging es nach Les Près d' Orvin, wo ich um 11.15 meine Wanderung beginnen konnte.




Eckdaten:
Startpunkt: Les Près d' Orvin - Le Grillon, 1007 müM
Endpunkt: La Neuveville Bahnhof, 433 müM

Route:
Les Près d' Orvin -
Mont Sujet (1378 müM) -
Skulpturenweg - Lamboing - Schernelz -
La Neuveville

Wanderzeit:
3h 40min

Wetter:
Zunächst durchzogen, ohne Fernsicht auf dem Mont Sujet; später sonnig und warm

Weg:
Durchwegs T1


Wegbeschreibung:

Typische Juramatte
In Les Près d' Orvin führt der Wanderweg zunächst durch den Wald hinauf und überwindet so die ersten 100 Höhenmeter. Später führt der Weg über die bekannten Juramatten in angenehmer Steigung bergauf. Nach 260 Höhenmetern führt der Weg an der Bergstation des Skilifts vorbei und wird dann deutlich flacher. 

Die Landschaft ist typisch für den Jura und der Weg schlängelt sich weiter gemächlich bergauf. 
Es folgen einige Verzweigungen, die allesamt bestens mit Wegweisern versehen sind, so dass es kein Problem ist, die richtige Abzweigung zum höchsten Punkt des Mont Sujets zu finden. 
Nach gut einer Stunde Wanderzeit stehe ich oben auf dem "Sommet". Ganz alleine und verlassen. Leider hat sich auch die Fernsicht nicht eingefunden. Ich kann mir nur vorstellen, wie toll die Aussicht von diesem Punkt bei wirklich gutem Wetter sein kann. 


Holzschnitzerei am Skulpturenweg
Da die Temperaturen im verschwitzen T-Shirt bald zu kühl sind, gehe ich rasch wieder bergab. Nun suche ich den Wegweiser zum Skulpturenweg nach Lamboing. Der Weg ist zunächst äusserst langweilig. Flach und gerade aus während ca. 15min. 
Dann sticht der Wanderweg zum Skulpturenweg in den Wald hinein und windet sich in ca. 20 engen Kehren die steile Flanke des Mont Sujets hinunter. Immer wieder begegnen einem die in Baumstrunke geschnitzten Skulpturen. Sehr eindrücklich - eine handwerkliche Meisterleistung!

Bis nach Lamboing habe ich insgesamt bereits 550 Höhenmeter vernichtet. Auf Asphalt gehe ich durch das Dorf und lasse mich auf einer Sitzbank zur kurzen Mittagsrast nieder. 


Blick in die Twannbachschlucht
Doch auch hier ist es mir bald zu kühl, und ich freue mich auf die Wanderung durch die malerische Twannbachschlucht. Also gehe ich nach nur 10min Pause weiter. 
Beim Eingang zur Twannbachschlucht ist der Weg während ca. 50m sehr matschig. Und dann steht es plötzlich da - ein Schild, welches so gar nicht in mein Programm passte: Wanderweg durch die Twannbachschlucht gesperrt! Nun, ich sah zwar einige Leute trotzdem den Weg entlang wandern, doch ich entschied mich dann für die Route nach Schernelz und Ligerz. Der Weg war zwar weit weniger attraktiv, dafür problemlos begehbar. Und immerhin kann ich zwischendurch einen kurzen Blick auf die Schlucht erhaschen.

Bald gelangt der Weg aus dem Wald und es eröffnet sich mir ein prächtiger Blick auf den Bielersee und die St. Petersinsel. Nur das Alpenpanorama zeigt sich nicht.






Bielersee und St. Petersinsel
Durch und oberhalb der Weinberge führt der Wanderweg in einer weiteren guten Stunde bis nach La Neuveville, wo ich meine heutige Wanderung mit einem feinen Glace am Bahnhof abschliesse. 














Mehr zu dieser Tour auf GPSies.com und wanderland.ch

Montag, 20. Mai 2013

Konditionstraining zum Weissenstein - Windchill inklusive


Ehemalige Mittelstation Nesselboden
Am verlängerten Pfingstwochenende zu wandern, ist schon fast zur Tradition geworden. Bloss war es diese Mal nicht so einfach, den Plan auch wirklich umzusetzen. Zum einen liegen in erhöhten Lagen immer noch Unmengen von Schnee (und es gab in der Nacht auf heute oberhalb von 1200m wieder Nachschub) und noch dazu meinte es Petrus nicht gerade gut mit dem Pfingstwetter. Nichts destotrotz machte ich mich auf den Weg: Zum Weissenstein. 





Eckdaten:
Startpunkt: Welschenrohr Post, 680 müM
Zielpunkt: Solothurn Bahnhof, 432 müM 

Route: 
Welschenrohr Post - Weissenstein Passhöhe - Nesselboden- Falleren -  Einsiedelei - 
Verenagraben - Solothurn SBB 

Wanderzeit: 
total 2h53min 

Wetter: 
Bewölkt mit Aufhellungen, 
kalt und stürmischer Wind

Weg: 
Aufstieg T1
Abstieg T1 - T2, 
am Schluss insgesamt ca. 3km Asphalt (mit Unterbrüchen)

Gesamteindruck:
Die Anreise von Bern via Solothurn und Gänsbrunnen nach Welschenrohr erschien schier endlos. Doch einmal in Welschenrohr angekommen erfolgte direkt der Einstieg in die Wanderung hoch zum Weissenstein. Laut Wanderweg-Beschilderung sollte sie 2h in Anspruch nehmen. 

Zu nächst ging es noch ein paar Hundert Meter auf der asphaltierten Strasse aus dem Dorf hinaus, bald wechselte der Untergrund aber in einen typischen T1-Wanderweg.
Der Anstieg ist teilweise recht nahrhaft. Auf nur gerade 5km wird die gesamte Höhendifferenz von ca. 600 Höhenmetern zurückgelegt. 
Nach 65min erreichte ich bereits die Passhöhe (es sollte ja schliesslich ein Konditionstraining sein) und wollte mir eine Pause gönnen. Als ich knapp unterhalb der Passhöhe aus dem Wald hinaus auf die Krete kam, kam ich aber sehr schnell von dieser Idee ab. Gefühlte 10 Grad minus und noch dazu stürmischer Wind veranlasste mich dazu, den Abstieg sofort in Angriff zu nehmen. 
Ziemlich steil ging es die ersten ca. 200 Höhenmeter entlang eines Grabens abwärts. 
Nach der ehemaligen Station Nesselboden wurde der Weg schmaler und wand sich in kurzen Serpentinen eng der Felswand entlang abwärts. 


Einsiedelei im Verenagraben
Zum Schluss erwartete mich noch die Wanderung vorbei an der Einsiedelei durch den Verenagraben. Eigentlich ganz idyllisch doch für meinen Geschmack eindeutig mit zu vielen Leuten bestückt war diese Wegstück leider nicht mehr mein Favorit. 
Als Endspurt warteten noch ca. 2km durch die Aussenquartiere von Solothurn, bis ich schliesslich nach fast genau 3 Stunden den Bahnhof von Solothurn erreichte.








Mehr zu dieser Tour: http://www.wanderland.ch/de/routen/etappe-01392.html und auf GPSies.com

Montag, 6. Mai 2013

Eröffnung Wandersaison 2013: Creux du Van

Aussicht zum Creux du Van

Endlich ist es so weit:


Die Wandersaison 2013 ist eröffnet! 



Als Gradmesser, wie gut denn meine Kondition noch beisammen ist, ging's ins Val de Travers in den Neuenburger Jura. Normalerweise wandere ich ja lieber im Berner Oberland, aber dort liegt definitiv noch zu viel Schnee. 





Le Soliat - höchster Punkt am Creux du Van

Eckdaten:
Startpunkt: Noiraigue CFF, 729müM 
Zielpunkt: Noiraigue CFF, 729 müM 

Route: 
Noiraigue CFF - Les Oeillons - Sentier de 14 Contours - Le Soliat (1463müM) - Sentier Single - Fontaine Froide - La Ferme Robert - Le Plan - Noiraigue  CFF

Wanderzeit: 
total 3h00min 

Wetter: 
Bewölkt mit sonnigen Abschnitten

Weg: 
T1 bis T2, noch etwas rutschig und schlammig

Gesamteindruck:
Die Wanderung kann als als gemütlicher Sonntagsausflug gewertet werden. Laut offiziellen Angaben wird die Rundtour zeitlich mit 4h30min budgetiert. Dies erlaubt, die 800 Höhenmeter in gemütlichem Tempo in Angriff zu nehmen. 
Der Auf- und Abstieg bieten dem Schwierigkeitsgrad entsprechend keine Schwierigkeiten, allerdings ist der Weg oben am Creux du Van nicht gesichert. Das heisst, bei nassen Wegbedingungen, wie ich sie erlebt habe, ist äusserste Vorsicht geboten. Auszurutschen wäre dort gar nicht empfehlenswert. Im Zweifelsfalle oder auch in Begleitung von Kindern oder weniger trittsicheren Wandern geht man lieber auf dem Weg etwas abseits der Krete.



Mehr zu dieser Tour: http://www.wanderland.ch/de/routen/route-0286.html und auf http://www.gpsies.com

Sonntag, 27. Mai 2012

Chasseral


Es ist Pfingsten und damit wieder einmal Zeit für die schon fast institutionalisierte Pfingstwanderung. Als Ziel haben wir den Chasseral ausgesucht. Eigentlich möchte ich ja den höchsten Berg des Berner Juras von Frinvillier aus erreichen, was 1000 Höhenmeter und ca. 6 Stunden Wanderzeit entsprechen würde. Das erschien dem Kollegen dann aus gesundheitlichen Gründen doch etwas übertrieben und so entschlossen wir uns dazu, mit dem Bus bis nach Prés d'Orvin zu fahren und von dort aus in ca. 3 Stunden und mit 600 Metern Höhenunterschied auf den Chasseral zu steigen. Mit diesem Plan sind wir nicht ganz alleine, als wir kurz vor 11 Uhr aus dem Bus steigen.






Startpunkt: Les Prés d' Orvin, 1000 müM

Zielpunkt: Chasseral Hôtel, 1548 müM

Route: 
Les Prés d' Orvin - Les Colisses - Chasseral Signal (1607 müM) - Chasseral Hôtel

Wanderzeit: 
Total 2h 50min netto

Wetter: 
sonnig, teilweise leicht bewölkt

Weg:
T1




Wegbeschreibung:
In Les Prés d' Orvin geht es gleich bei der Busstation auf der rechten Seite zwischen einigen Häusern hindurch in den Wald hinein. Der Weg steigt gleichmässig aber angenehm an. Bald liegen die Häuser hinter uns und wir kommen in den Wald. 
Bald werden die Bäume aber schon weniger und wir kommen auf eine typische Jurawiese. Hier steigt der Weg querfeldein weiterhin an. Bereits sehen wir zum ersten Mal das Ziel des heutigen Tages: Der Sendemast auf dem Chasseral. 


Erster Blick auf das Tagesziel

Der Charakter des Weges bleibt nun für einige Zeit ähnlich und gleich. Es geht über typische Jurawiesen, bis wir schliesslich die Krete des Chasseralrückens erreichen. Hier lassen wir uns zum Mittagslunch nieder. 
Die Route ist stark begangen, und die Ruhe hält sich in Grenzen. 
Nach einer gemütlichen Rast gehen wir weiter über die Krete. Der Weg wird nun etwas steiniger, wäre aber immer noch problemlos in Turnschuhen machbar.

Obwohl wir den Sendemast schon seit langer Zeit sehen, zieht sich der Weg bis zum "Gipfel" des Chasserals immer wieder hin. Ganz zum Schluss müssen wir sogar noch ein kleines Schneefeld überqueren. 

Beim Sendemast machen wir nur eine kurze Fotopause und gehen dann gleich weiter über die asphaltierte Strasse hinunter zum Hotel Chasseral, wo auch die Bushaltestelle ist. Dank einem schnellen letzten Kilometer schaffen wir es gerade noch auf den Bus, welcher uns nach St. Imier zum Bahnhof bringt.




Mehr zu dieser Route: http://www.wanderland.ch/de/routen/etappe-01286.html und http://www.gpsies.com