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Samstag, 10. Juni 2017

Bike to Hike Lombachalp - Augstmatthorn

Erste Sicht auf den Thunersee
Schon seit längerem möchte ich wieder einmal aufs Augstmatthorn steigen. Den Aufstieg habe ich noch in bester Erinnerung. Allerdings stört mich der lange und für mich wenig attraktive "Zustieg" von Habkern zur Lombachalp. 
Dementsprechend kombiniere ich heute einmal Bike und Wandern: Mit dem Bike von Habkern zur Lombachalp und dann zu Fuss aufs Augstmatthorn. Und so mache ich mich mit schwer bepacktem Rucksack auf zur Bike-to-Hike-Tour.


Hohgant
Eckdaten:
Startpunkt: Habkern Post, 1100 müM
Endpunkt: Bahnhof Interlaken West, 563 müM

Route Bike:
Habkern - Lombachalp (1554 müM) - Habkern - Interlaken West

Route Wandern:
Lombachalp - Augstmatthorn (2137 müM) - Suggiture - Lombachalp

Wegzeiten:
Habkern - Lombachalp: 50min
Lombachalp - Augstmatthorn: 55min
Augstmatthorn - Suggiture: 30min
Suggiture - Lombachalp: 35min
Lombachalp - Interlaken West: 35min

Weg: 
Habkern - Lombachalp durchgehend asphaltiert, kaum Verkehr. 
Wanderung T2 bis T3-, auf dem Grat Schwindelfreiheit und Trittsicherheit notwendig. Eine kurze Stellen rund um den Suggiture sind mit Drahtseilen gesichert. 


Wegbeschreibung:
Die Biketour beginnt mitten in Habkern mit einer kurzen aber rasanten Abfahrt. Danach kommt gleich das steilste Stück der Biketour. 
Von Habkern zur Lombachalp verläuft durchwegs auf eine asphaltierten Strasse. Verkehr herrscht kaum. Die Steigung ist ziemlich regelmässig und man bekommt einen guten Rhythmus. Die gut 500hm sind in 50min gut zu meistern. 

Das Bike stelle ich beim Parkplatz auf der Lombachalp ab und wechsle die Schuhe. Für den Aufstieg zum und vor allem für den Abstieg vom Augstmatthorn brauche ich die guten Wanderschuhe. 
Allen unnötigen Ballst lasse ich beim Bike zurück und mache mich auf den Weg. 
Das Ziel ist stets vor Augen: Das Augstmatthorn präsentiert sich vom ersten Schritt an - allerdings noch in Wolkenschwaden.
Der Weg steigt vom ersten Meter an. Teils über mit Holzstämmen befestigte Treppenstufen, teils auf Graspfad steige ich aufwärts. Nach 200hm zweigt der Weg, welcher direkt zum Suggiture führt, ab. Ich bleibe auf dem Pfad zum Augstmatthorn, welcher nun in seine steilste Passage kommt. In kürzester Zeit lassen sich so weitere fast 200hm überwinden. 

Blick in Richtung Meiringen
Nun scheint der Grat bereits zum Greifen nah. Aber dennoch sind es immer noch 200hmm die es zu überwinden gilt. Um den Grat streift immer wieder Nebel. 
So bleibt mir dann auch der Wow-Effekt verwehrt, wenn man auf den Grat tritt und sich eigentlich der Brienzersee und die Hochalpen präsentieren sollten. Leider sehe ich nur Nebel. 
Ich zweigt trotzdem links ab und nehme die letzten Meter zum Gipfel des Augstmatthorns unter die Füsse. 
Auf dem Gipfel habe ich zumindest ein wenig Sicht in Richtung Meiringen. 

Weg über den Grat
Nach einer kurzen Rast gehe ich über den Grat zurück und wandere ihm entlang bis zum Suggiture. Der Grat ist schon sehr schmal, jedoch nicht schwierig zu begehen. Ich vermeide einfach den Blick links hinunter...

Vom Suggiture geht es zunächst sehr steil und auf schiefrigem Weg abwärts. Um nicht ins Rutschen zu kommen, muss ich das Tempo drosseln. 
Nach der ersten steilen Partie wird der Weg dann flacher und traversiert nur leicht sinkend einen Schuttkegel bis ich schliesslich wieder bei der Verzweigung zum Augstmatthorn lande. Von hier geht es nun noch ca. 200hm abwärts bis zur Lombachalp. 

Hier wechsele ich erneut Schuhe und Tenü und setze mich aufs Bike für die rasante Abfahrt nach Interlaken West. 

Mehr zu dieser Tour auf GPSies.com







Sonntag, 24. Juli 2016

Bike to Niederhorn


Heute habe ich für einmal eine etwas andere Form von Wanderung vor mir. Da man nicht so richtig weiss, wie sich das Wetter entwickeln wird, wähle ich eine Tour, die ich fast jederzeit unterbrechen oder beliebig verlängern kann. 

Ich lade mein Bike in den Zug und fahre bis Thun. Von dort radle ich dem wunderschönen Thunersee entlang bis zur Beatenbucht. Von dort geht's mit der Standseilbahn nach Beatenberg. 
Ab Beatenberg folge ich mit dem Bike der Trottinetabfahrt aufwärts bis zur Mittelstation Vorsass. Ab hier geht es dann los mit der kurzen Wanderung. 


Eckdaten:
Startpunkt Bike: Beatenberg Station, 1121 müM
Endpunkt Bike: Mittelstation Vorsass, 1581 müM
Startpunkt Wanderung: Mittelstation Vorsass, 1581 müM
Endpunkt Wanderung: Mittelstation Vorsass, 1581 müM

Route:
Beatenberg Station - Mittelstation Vorsass - Vorsass Türli - Niederhorn (1934 müM) - Flösch - Vorsass 
Von dort mit dem Bike via Waldegg - Luegibrüggli - Unterseen - Gunten nach Thun

Zeitbedarf:
Bike Thun - Beatenbucht: 40 min
Bike Beatenberg - Vorsass: 45 min
Wanderung Vorsaas - Niederhorn: 35 min
Wanderung Niederhorn - Vorsass: 30 min
Bike Vosass - Thun: 1h 45min

Weg:
Thun - Beatenbucht: Hauptstrasse
Beatenberg - Vorsass: Asphaltiert, kaum Verkehr
Wanderweg: Aufwärts T2, mehrheitlich im Wald, sehr lehmig und mit Wurzeln durchzogen. Abwärts T2-, sehr einfach und nur sanfter Abstieg.
Beatenberg - Waldegg: Teilweise Naturweg (Kies)
Waldegg - Unterseen - Thun: Hauptstrasse



Wegbeschreibung:
Mit dem Bike fahre ich über die Hauptstrasse dem Thunersee entlang zur Beatenbucht. Die Route ist flach, auf kurzen Abschnitten kann man als Radfahrer das Trottoir benutzen. Zum Glück hat es am Sonntagvormittag kaum Verkehr auf dieser Strasse.
Jeweils in der Mitte der zu durchquerenden Dörfer hat es ganz kurze Anstiege. Nach knapp 40min treffe ich in der Beatenbucht ein und fahre mit der Standseilbahn hoch nach Beatenberg.

Ab Beatenberg führt eine durchchwegs asphaltierte Fahrstrasse zur Mittelstation Vorsass. Die Höhendifferenz von 460hm verteilt sich sehr regelmässig und angenehm auf eine Strecke von ca. 6km. Ab und zu kommen einem Trottinettfahrer vorbei, die sich in Gruppen auf die gesamte Breite der Strass verteilen. Da ist etwas Vorsicht geboten.



Nach rund 45 min biken erreiche ich die Mittelstation Vorsass. Hier stärke ich mich mit meinem PicNic und stelle das Bike ab. Von hier aus geht es zu Fuss weiter. Ich wähle für den Aufstieg die etwas steilere Variante via Vorsass Türli. Der Pfad führt zunächst links über eine Wiese auf den Wald zu. Der Pfad ist pflotschig - hier gab es in den letzten Tagen offenbar häufiger heftige Niederschläge. Auch im Wald  ist der Weg nass und dadurch glatt. Manchmal stehe ich knöcheltief im Morast. Der Weg ist einigermassen steil und so sind gewinne ich sehr rasch an Höhe. Nach nur rund 35 min habe ich das Niederhorn erreicht. Die Sicht ist leider wolkenverhangen, und ich kann nur schemenhaft den Thunersee und die Bödeli-Region erahnen. Ein längerer Aufenthalt macht hier oben also keinen Sinn, und ich mache mich sofort auf den Rückweg. Der Wanderweg via Flösch ist deutlich weniger steil und auch weniger nass als die Route im Aufstieg. Nach angenehmen 30min hinunterlaufen bin ich wieder bei der Mittelstation.

Nach einer erneuten kurzen Pause setze ich mich aufs Bike und folge der anderen Trottinett-Route Richtung Beatenberg. Diese Strecke hat teilweise Naturbelag und einige Gegensteigungen zu überwinden. Bei der Waldegg biege ich auf die Hauptstrasse ein und begebe mich auf die schier endlose Abfahrt über 600hm hinunter nach Unterseen. 
Ab Unterseen warten noch 20km Radtour dem Thunersee entlang auf mich. Zu den Beatushöhlen geht es nochmals etwa 40hm hoch. Glücklicherweise hat es immer noch nicht sehr viel Verkehr, so dass ich die wunderschöne Route auch etwas geniessen kann.
Trotudem bin ich froh, als ich in Thun ankomme und mein Bike für den Nachhauseweg in den Zug laden kann. 

Übersichtskarte Niederhorn: